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Geschichte


Im Jahr 143 v.C. (= 1311 i.J.Ba; = 0 i.J.Br ) wird Trawonien vom Dunklen Reich unterworfen. Die einzigen Provinzen, die zu unwegsam oder zu gut geschützt sind um vollständig erobert zu werden, sind Amatyrill, Kalen und Ra'Kahal. Die Elfen von Amatyrill und die Zwerge von Kalen ziehen es vor sich in den Wald bzw. die Berge zurückzuziehen und die Invasoren aus versteckten Positionen heraus zu piesacken. Die Ra'Kahaler entscheiden sich für passiven Widerstand und kleine Rebelleneinheiten und halten den Kontakt zu den trawonischen Vertriebenen in den umliegenden Reichen. das Dunkle Reich beschließt Ra'Kahal zu schwächen, indem es alle waffenfähigen Männer entweder für Himmelfahrtskommandos, Sklavendienste oder Barghaanopfer abzieht. Aber die Rechnung geht nicht auf. In diesen Zeiten der Not greifen die Frauen zu den Waffen und organisieren zusammen mit den Zwergen und dem im Exil lebenden Orden zum Schwert den Widerstand. Das Wort "Amazonen" wird in den Chroniken erstmals im Jahr 140 v.C. erwähnt. Anfangs gibt es zwar noch Streit über das genaue Vorgehen in den Reihen der Rebellen, diese Querelen sollen aber nach alten Geschichten durch den Willen der Götter und eine Art Gottesurteil beendet worden sein. Es gelang den Amazonen sogar ganze Dörfer aus den Klauen des Dunklen Reiches zu entführen (08.09.84 v.C.). Zur Überraschung des Dunklen Reiches war der Widerstand erfolgreich und so gelang es dem Bund zuerst den Nordwesten Trawoniens und später auch den Rest zu befreien. Im Jahr 86 v.C. wird am einzigen Zugang nach Ra'Kahal ein mehrere Meilen langes Grab für die Gefallenen des Krieges errichtet. Dies ist nun heiliger Boden und kein unheiliges Wesen kann mehr die Grenzen zur Amazonenprovinz überschreiten. In den Jahren 84 und 85 v.C. tobt die Schlacht um Ra'Kahal - der Bund widersteht. Die Herrschaft der Dunklen Lande endet mit der Schlacht vom Düsterbrook am 18.1. im Jahre 0 n.C.. Man berichtet sogar vom persönlichen Eingreifen der Göttin in Gestalt eines schwarzen Einhorns. In den langen Zeiten des Friedens nach der Vertreibung des Dunklen Reiches erhielt sich die Gesellschaft von Ra'Kahal in der gleichen Form wie während der Befreiungskriege. Im Jahre 499 n.C. wurde Fürstin Tarjun Kharenai zur trawonischen Königin gekrönt.



Sie ist die Urmutter und Zerstörerin zugleich: Geben und Nehmen, Weichheit und Härte, leben und Tod in einem. Ihr Symbol ist das schwarze Einhorn und in dieser Gestalt führte sie in der Schlacht vom Düsterbrook die trawonischen Kämpfer zum Sieg. Manche behaupten, dass es eine Verbindung zu Yol, dem Gott der Neutralität und des Zwielichts gibt - dies wird aber von den Amazonen aus Entschiedenste zurückgewiesen.


Selbstverständnis


In Ra'Kahal herrscht Matriarchat. Es gibt nur wenige Männer und diese widmen sich hauptsächlich der Haus- und Feld- und Stallarbeit. Wenige Männer deswegen, weil viele Männer mit der Zeit in die Nachbarprovinzen abwandern, wo auch sie einmal die Hosen anhaben können. Das Rollenverständnis steht im Gegensatz zur sonst in Trawonien üblichen Gleichberechtigung: Frauen leisten den Wehrdienst und haben da Sagen; Männer lieben leise Töne und widmen sich eher dem häuslichen Bereich und der Kindererziehung. Die Amazonen verheiraten ihre Söhne unter Mitgiftbeigabe (oftmals haben diese bei der Auswahl der Braut nichts zu melden) und ziehen ihre Töchter als Erben und Nachfolger groß. Dabei werden aber Männer, die sich als ebenbürtig erweisen ohne Probleme akzeptiert, auch wenn sie ihren Wert immer wieder unter Beweis stellen müssen.
Die Amazonen sehen sich als Auserwählte der Göttin, sind stolz, selbstbeherrscht, ruhig und naturverbunden, sind nur schwer zu erzürnen, dann aber gnadenlos. Sie lieben die schönen Künste, wozu sie auch den Kampf zählen. Ein Ausdruck dieses Verständnisses ist der Schwerttanz, den jede Amazone beherrscht. Ihr größter Stolz sind die Pferde und Rinderherden, die auf der Grasebene von Ra'Kahal prächtig gedeihen. Reichtum wird in Pferden und Vieh angegeben.
Die Amazonen sind keine Gift und Galle speienden Männerhasser. Sie haben einfach nur gelernt für sich selbst zu sorgen und sind darauf entsprechend stolz. Sie haben es nicht nötig jedem ihre Fähigkeiten zu demonstrieren. Sie sind gut und das wissen sie auch. Angeberei wird von ihnen als Schwäche, bzw. als kindisches Verhalten betrachtet.



Die beliebtesten Farben in Ra'Kahal sind die Farben der Göttin: Rot, Schwarz, Weiß, Silber und Gold.
Die übliche Tracht besteht aus einem geschlitzten, knie- bis knöchellangem Kleid oder kurzem Rock mit Oberteil. Oft wird dabei die rechte Schulter freigelassen. Überhaupt sind asymmetrische Kleidungsschnitte sehr beliebt. In der kalten Jahreszeit trägt man enganliegende Untergewänder (Hose + Oberteil) in schwarz oder weiß. Das Obergewand wird von einem schwarzen oder weißen Gürtel (evtl. beschlagen oder mit Fransen) zusammengehalten. Dazu trägt man Sandalen oder Stiefel. Umhänge bestehen aus einem rechteckigen Stück Wollstoff in rot oder schwarz, das über der rechten Schulter von einer Spange zusammengehalten wird.
Für den Kampf wird über dem Gewand eine schwarze Lederrüstung, ein kurzes Kettenhemd oder ein Torsopanzer aus Stahl oder Bronze getragen. Arme und Beine werden durch Leder- oder Metallschienen geschützt. Die Helme sind meist einfach gehalten und haben nicht selten Wangenschutz und Grimme. Sie werden mitunter auch mit Pferdehaarbüschen oder Federn verziert.
Die gebräuchlichsten Waffen sind kleiner Schild und Säbel, Speer, Dolch und Bogen.
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